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Ist eine vegetarische Ernährung gesünder als andere?

Wenn man darüber spricht, ob eine vegetarische Ernährung gut ist, sollte man immer in Betracht ziehen „Wofür und für wen“ das gut ist. Abgesehen von Trainingsergebnissen, wie Muskelwachstum und Leistung, gibt es unterschiedliche Gründe weshalb eine Ernährungsart „gut oder schlecht“ ist.

Viele Vegetarier verfolgen ihren Ernährungsstil aus ethischen Gründen. Beispielsweise weil sie das leiden von Tieren reduzieren wollen oder die Umwelt zu schützen versuchen. 

In der Tat entfacht eine Ernährung, die den Konsum von rotem Fleisch beinhaltet zwischen 160 und 250% mehr CO2 als übereinstimmende vegetarische Ernährung, je nachdem wie viel Fleisch konsumiert wird. Allerdings musst du nicht komplett auf Fleisch verzichten, da auch schon eine Reduzierung deines Konsums einen Einfluss auf deinen Beitrag zur Umwelt hat…

Der heutige Fokus liegt darauf, wie eine vegetarische Ernährung die GESUNDHEIT beeinflusst.

In DIESEM Blockartikel gehen wir detaillierter darauf ein, was bei einer vegetarischen Ernährung in Verbindung mit Sport und besonders Muskelaufbau zu beachten ist!

Wir betrachten die Unterschiede zwischen pflanzlichem und tierischem Eiweiß, betrachten Mikronährstoffe und mögliche „Supplements“, die einen Vorteil liefern können. Das Ziel ist es einen konkreten Rat zur Wahl der Lebensmittel, Dosierung und den Supplementen zu geben, die einem „veganen“ oder „vegetarischen“ Sportler helfen eine ideale Leistung zu erbringen.

Bevor wir los legen ist es wichtig zu verstehen, dass es keine universale „vegetarische Ernährung“ gibt. Um die Unterschiede deutlich zu machen seht ihr als nächstes eine kurze Auflistung der verschiedenen Varianten von Vegetariern.

  • Veganismus: Die strengste vegetarische Ernährungsart. Sie schließt ALLE tierischen Lebensmittel aus. Davon eingenommen sind Lebensmittel, die von Tieren abgeleitet sind (z.B. Eier, Milch und teilweise auch Honig). Einige Veganer vermeiden sogar die Nutzung von tierischen Produkten wie Leder oder Wolle und verzehren nur Pflanzen, die unter ökologischen Bedingungen gezüchtet wurden.
  • Lacto Vegetarismus: „Lacto” steht für „Milch” und diese Variante des Vegetarismus erlaubt das Verzehren dieser. Allerdings sind weder Eier noch jegliche Art von Fleisch (z.B. Fisch, Geflügel oder rotes Fleisch) erlaubt.
  • Lacto-Ovo Vegetarismus: „Ovo” steht für „Eier”, weshalb Ei-Produkte, jedoch kein Fleisch für diese Art der Ernährung auf dem Speiseplan steht.
  • Pesco-Vegetarismus: Ähnelt dem „Lacto-Ovo Vegetarismus“, allerdings verzehrt man hier zusätzlich Fisch und Krebstiere.
  • Semi-Vegetarismus oder „Flexitarismus”: Gelegentlich wird hier Fleisch konsumiert. Allerdings bevorzugt man in dieser Ernährungsform die vegetarische Variante falls dies möglich ist. Einige „Flexitarier“ verzichten komplett auf rotes Fleisch, essen jedoch Hähnchen und Fisch.

Nun, wo die grundlegenden Punkte geklärt sind, sollten wir endlich zur Sache kommen!

Leben Vegetarier länger?

Das offensichtlichste Resultat, wenn es um die Gesundheit geht, ist der Tod. Wenn eine Ernährungsweise also gesünder ist als die Andere, müsste sie einen positiven Effekt auf die Lebensdauer eines Menschen haben. 

Und in der Tat ist es so! Vegetarier leben länger und haben ein rund 12% geringeres Sterbe-Risiko als „Nicht-Vegetarier“. Allerdings neigen Vegetarier dazu gebildeter zu sein, nicht zu rauchen, mehr zu schlafen, Sport zu treiben und weniger Alkohol zu konsumieren. 

Vergleichen wir also Vegetarier mit „Nicht-Vegetariern“, so vergleichen wir ebenfalls zwei Gruppen mit meist komplett unterschiedlichen Lebensstilen, welche neben der Ernährung einen riesigen Einfluss auf die Gesundheit haben.

Bei genauerer Betrachtung und Anpassung der verschiedenen Faktoren für ein gesundes Leben wurde sogar festgestellt, dass Vegetarier NICHT länger leben als „Nicht-Vegetarier“. Eine Studie aus dem Jahr 2017 mit über 130.000 Vegetariern und 15.000 Veganern, verglichen mit einer Kontrollgruppe kam zu diesem Ergebnis. Ebenso tat dies eine weitere Studie über Krebs und Herzkrankheiten bei Vegetariern.

Also ist es so, dass der von Vegetariern praktizierte, gesunde Lebensstil dabei hilft ein langes Leben zu haben. Somit sollte man der Ernährung selbst nicht all den Ruhm zusprechen.

Reduziert eine Vegetarische Ernährung Entzündungen?

Wenn man nach den „Trendy-News“ geht, sind Entzündungen der neue bösartige Grund für fast alle Erkrankungen. Die Wahrheit ist, dass wir Entzündungen für Heilungsprozesse und um Krankheiten zu bekämpfen BRAUCHEN. Sie entstehen letztendlich, wenn das Immunsystem seine Kraft an einer bestimmten Stelle konzentriert.  

 Ärzte nutzen zur Ermittlung von Entzündungen einen Biomarker „C-reactive protein“ kurz (CRP). Ein hoher Wer an CRP deutet auf erhöhte Entzündungswerte im Körper hin. Dieser Wert sagt allerdings nichts über die Ursache der Entzündung aus, welche durch Traumata, Infektionen oder chronische Erkrankungen begründet sein kann.

Eine Meta-Analyse die sich mit dem Verhältnis zwischen einer vegetarischen Ernährung und dem CRP Wert befasst hat, bestätigt einen niedrigeren CRP Wert bei Vegetariern die mindestens zwei Jahre lang auf Ihre Ernährung achteten. Allerdings ist der Unterschied zur normalen Ernährung kaum signifikant.

Die Antwort ist also ja. Eine vegetarische Ernährung reduziert Entzündungen im Körper, allerdings nur beim Einhalten von mindestens zwei Jahren. Außerdem darf man nicht außer Allerdings könnte dieses Ergebnis auch einfach aus dem „vegetarischen Lebensstil“, mit all unsere vorher angesprochenen Gesundheitsfaktoren, resultieren.

Eignet sich eine vegetarische Ernährung zur Gewichtsreduktion?

Da Gewichtsreduktion relativ schnell von statten geht, kann man dessen Effekte durch experimentelle Studien beobachten. Um eine wissenschaftliche Beurteilung zu erhalten, schauen wir uns eine Meta-Analyse aus 12 Studien mit insgesamt 1.151 Testpersonen an, in denen die vegetarische Ernährung mit einer „Kontrollernährung“ verglichen wurde. Die Zeiträume für die Studien variierten zwischen 74 Wochen und 18 Monaten.

Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass die Personen mit einer vegetarischen Ernährung durchschnittlich 2 Kg mehr abnehmen als die Kontrollgruppen. Außerdem konnte eine zusätzliche Gewichtsreduktion von ca. 1,1 Kg, bei Studien die länger als 1 Jahr liefen, festgestellt werden.

Die Variante der vegetarischen Ernährung schien dabei einen Unterscheid zu machen, da ein veganes Essverhalten sogar zu einem Gewichtsverlust von 2,5 Kg mehr als bei den Kontrollgruppen resultierte.

Auf den ersten Blick haben wir also den wissenschaftlichen Beweis, dass eine vegetarische Ernährung uns dabei hilft Gewicht zu reduzieren!

Für Sportler und/oder Bodybuilder jedoch ist es wichtig zu verstehen, dass uns diese Studien keinen Einblick auf die Körperkomposition der Teilnehmer geben. Es ist also unklar, ob sie nun FETT, MUSKELN ODER WASSER verloren haben! Daher ist es für Vegetarier, die Muskulatur aufbauen möchten wichtig genügend Proteine zu sich zu nehmen.

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